Die Kärntner Landesholding (KLH) ist eine durch Landesgesetz eingerichtete eigentümerlose juristische Person und ist dem Sektor Staat zuzurechnen, wie dies in den Vorschriften des Europäischen Systems volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen geregelt ist.

Die KLH ist eine Steuerungsholding mit derzeit acht Tochtergesellschaften (KLH-Gesellschaften) und verwaltet zudem das Sondervermögen »Zukunft Kärnten«. Der Aufsichtsrat der KLH hat darüber hinaus an der Besorgung der Aufgaben des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) nach Maßgabe der Bestimmungen des Kärntner Wirtschaftsförderungsgesetzes mitzuwirken. Der Firmensitz der KLH befindet sich nunmehr in Klagenfurt am Wörthersee im Kärntner Wirtschaftsservice (KWS), welches im Geschäftsjahr 2013 eröffnet wurde. Mit Ausnahme des Flughafens Klagenfurt und der Kärntner Messen, die direkt vor Ort arbeiten, sind auch alle KLH-Gesellschaften und der KWF sowie die BABEG Kärntner Betriebsansiedelungs- und Beteiligungsgesellschaft im KWS beheimatet.

Das KWS ist zentraler Ansprechpartner und Dienstleister für Unternehmen und Wirtschaft in Kärnten. Über hundert Menschen arbeiten im KWS, um gemeinsam einen Beitrag zu einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Kärnten zu leisten und zur Umsetzung der Wirtschaftsstrategie beizutragen.

Unternehmen und Menschen sollen sich in Kärnten entwickeln können und ermutigende Bedingungen finden, um einen nachhaltigen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg Kärntens zu leisten.

Wirtschaftsstrategie des Bundeslandes Kärnten 2013 - 2020 

Im Jahr 2013 wurde von dem Vorstand der Kärntner Landesholding (KLH) und den Geschäftsführern der KLH-Gesellschaften sowie der Landesaufsicht und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der KLH ein Positionspapier für den Wirtschaftsstandort Kärnten konzipiert. 

Als Vorarbeiten sind in das Positionspapier zur Wirtschaftsstrategie die »Strategie Forschung, Technologie-Entwicklung und Innovation Kärnten 2020«, die Tourismusstrategie der Kärnten Werbung, des EU-Programmes 2014+ sowie Beschlüsse der Kärntner Landesregierung eingeflossen.

Im Kern der Wirtschaftsstrategie steht die Vision, bestehende Spezialisierungen im Bereich Tourismus, Gewerbe und Industrie zu vertiefen und zu fördern, und gleichzeitig sollen wirtschaftspolitische Maßnahmen an klaren, strategischen Entwicklungslinien ausgerichtet werden. 

Ziel ist es, das Innovationspotenzial und die internationale Konkurrenzfähigkeit des Landes Kärnten in allen Bereichen der Wirtschaft zu stärken, um den voranschreitenden strukturellen Wandel erfolgreich zu bewältigen. 

Der Tourismusstandort Kärnten

Ein weitreichendes Angebot rund um touristische Erlebnisräume soll den Erfolg für den Tourismusstandort Kärnten langfristig sichern. Für diesen Bereich ist die touristische beziehungsweise tourismusrelevante Infrastruktur gezielt weiterzuentwickeln. Den strategischen Kern bilden klar ausgewiesene tourismusintensive Zonen rund um Leitbetriebe. Leitbetriebe haben im Idealfall eine überregionale Strahlkraft. Sie wirken auf die gesamte Standortqualität ihrer Gemeinde, im Bezirk, in ganz Kärnten und darüber hinaus. 

Der Gewerbe- und Industriestandort Kärnten

Eine Stärkung der Unternehmen des Gewerbe- und Industriestandorts Kärnten erfolgt aus einem möglichst optimalen Zusammenspiel der Potenziale, nämlich aus einer intelligenten Verbindung von Unternehmen, Forschung und Bildung. Hier gilt es, die Kärntner Forschungs- und Bildungseinrichtungen und deren Strategien in ein »Wissensdreieck« einzubinden: Synergien sollen genutzt, vorhandene Stärken vertieft und neue Felder - in Kärnten, aber auch im Verbund mit anderen Regionen - erschlossen werden. 

 Zur Wirtschaftsstrategie 2013 bis 2020